Weiter geht es mit meinem Reisetagebuch:
von weiter Ferne höre ich die Autos, der Lärm der Stadt und der Menschen kommt hier nur gedämpft an und zum ersten Mal hier in Madrid bin ich wirklich entspannt. Ich habe mich extra in den Park begeben um zu schreiben. Die ruhige Natur, der Gesang der Vögel um mich herum macht es mir wesentlich einfacher über alles nachzudenken was in den letzten Tagen so passiert ist und euch davon zu berichten. Meinen Laptop auf dem Schoss lehne ich an einem Baum mitten im Park obwohl ich mir noch nicht ganz sicher bin ob es hier wirklich schon direkt im Park ist. Den See und die Gebäude hier im Park werde ich mir erst morgen oder Mittwoch ansehen. Wahrscheinlich sogar erst Mittwoch.
Ich bin jetzt seit 3 1/2 Tagen hier in Madrid. Ich habe euch ja bereits vom Freitag erzählt. Also berichte ich heute über den Samstag, Sonntag und dem heutigen Tag.
Samstag:
Am Samstag konnte ich ausschlafe, aber so wirklich lange ist es dann auch nicht. Ich mag es irgendwie überhaupt nicht im Urlaub lange zu schlafen. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich dann immer direkt das Gefühl habe ich würde etwas verpassen. Generell hat man im Urlaub ja nicht ewig Zeit um alles kennen zu lernen. Ich bin vom Hostel in die Stadt gefahren um mir dort einiges anzusehen. Wirklich einen Plan hatte ich nicht, aber irgendwie braucht man den auch nicht immer. Ich bin einfach zu irgendeiner Station gefahren und von dort aus dann gelaufen.
Ich kam an einer Kirche vorbei von der man einen wunderbaren Blick über Madrid hatte. Ich ließ mich dort auf einer Mauer nieder um einfach mal diesen Anblick der sich mir bot zu genießen. Am Horizont sah man die Berge und die Häuser erstrahlten in ihren warmen Erdtönen und Sommertönen.
Wenn man so einen Ausblick genieße darf merkt man erst wie klein doch der Ort ist den man immer sieht. Der eigene Blickwinkel beschränkt sich immer auf ein Minimum von dem was wirklich dort ist.
So wie hier im Park. Ich selbst sehe jetzt nur die Wege vor mir und die Pflanzen, aber eigentlich ist dieser Park riesig.
Von der Kirche aus lief ich einfach die Straße entlang. Ich kam direkt zum Palast. Ein wirklich beeindruckendes Gebäude.
Auch die Gebäude um den Palast waren sehr schön. Der kleine Park vor dem Palast lud nur so zum verweilen ein. Überall gab es kleine Bänke und Möglichkeiten sich auszuruhen und das Wetter und die Atmosphäre zu genießen.
Ein Brunnen in der Mitte bot die nötige Abkühlung. Man darf natürlich nicht hineinspringen, aber mal seine Hand reinstecken um den Puls zu kühlen tut auch schon gut. Ich war aber nicht in Stimmung mich dort hinzusetzen und die Zeit zu genießen. Ich wollte lieber noch mehr sehen und entdecken. Ich lief einfach irgendwelche Straßen entlang.
Mein Weg führte mich zum Plaza Mayor. Ein alter Platz umrahmt von schönen alten Gebäuden. Inmitten dieses Platzes steht eine Statue. Von wem die ist weiß ich aber nicht. Ich hatte sie mir nicht so genau angesehen und informiert auch nicht. Wie nicht anders zu erwarten liefen dort natürlich sehr viele Touristen herum. Es ist auch einer der berühmtesten Plätze hier in Madrid soweit ich weiß. Vom Plaza Mayor kann man verschiedene Torbögen nehmen und kommt immer an einem anderen interessanten Ort heraus. Kleine Gassen führen einen in neue Richtungen und bieten immer wieder unterschiedliche Geschäfte und Restaurants.
Durch einen Torbogen kommt man in eine Gasse in der ein alter Schuhladen seinen Platz gefunden hat. Dort kann man noch echte handangefertigte Schuhe kaufen. Je nachdem welche Materialien man wählt bestimmt sich der Preis. Ich werde in den nächsten Tagen dort noch einmal hingehen und mir eventuell Schuhe kaufen.
Nachdem ich mich bei dem Schuhladen und in der Gasse umgesehen hatte lief ich noch einmal überm Plaza Major durch einen anderen Torbogen um zum Mercado de San Miguel zu gelangen. Ein Markt komplett unter einem Dach. Mehr oder weniger mit einem Wochenmarkt bei uns zu vergleichen.
Als ich durch die Glastür hineintrat kamen mir direkt die vielen verschiedenen Gerüche entgegen. Fisch, Fleisch, Gemüse, Obst, sogar Süßigkeiten und Backwaren waren im Angebot. Das Gemüse und Obst ist allerdings teuer als in den kleinen Läden die in Madrid verteilt sind. Somit habe ich mir nichts gekauft und lediglich geschaut was es alles gab. Ansehen lohnt sich aber doch.
Nach meiner relativ kleinen, aber interessanten Tour ging es dann wieder ins Hostel bis ich mich auf dem Weg machte um mich mit Marina und einer Mitbewohnerin von Marina zu treffen. Unser Weg führte uns erst einmal zur Gran Via. Der Einkaufsstraße schlecht hin in Madrid. Wenn man gut und viel shoppen möchte ist man dort richtig. Wir blieben dort aber nur relativ kurz da wir eigentlich ein anderes Ziel hatten.
Das Hard Rock Café von Madrid und die Nobelstraße. Chanel, Prada und und und. Nur das Beste vom Besten war dort vertreten. Von Außen wirkt die Straße eher unscheinbar. Von diesem Eindruck sollte man sich aber nicht täuschen lassen. Wer das nötige Kleingeld hat wird dort auf jeden Fall fündig.
Nachdem wir die Straße einmal hoch und runter gelaufen waren und uns die schönen aber leider unbezahlbaren Kostbarkeiten angesehen hatten ging es schnurstracks ins Hard Rock Café. Wie nicht anders zu erwarten musste es ein Burger sein. Ich finde die Preise sind in Ordnung für die Burger. Um die 17 Euro hat Jeder von uns mit Getränk bezahlt. Dafür sind die Burger wirklich richtig richtig lecker.
Ich hatte den California Burger. Ich bin bereits am überlegen ob ich die nächsten Tage noch ein Mal hingehe. Ich müsste zwar dann alleine hin, aber das war so lecker... Ich sollte es mir überlegen.
Nach dem super gelungenen Essen ging es wieder zur Gran Via. Diesmal wollten wir Cocktail trinken gehen. Wir suchten uns das Del Diego aus. In meinem Reiseführer und im Internet wurde es empfohlen. Ich würde allerdings eher davon abraten. Ich meine die Cocktails waren gut, aber viel zu klein für den Preis und es gab eindeutig gemütlichere Lokale. Dafür gab es danach leckeren Tinto und Bier :D Ich werde das auf jeden Fall in Deutschland vermissen. Einfach gemütlich abends in einem Café sitzen und für 1 Euro 0,5 Liter Bier trinken oder Tinto. Für alle die nicht wissen worum es sich handelt. Tinto ist ein Wein. Die Gelassenheit und Gemütlichkeit der Spanier ist wirklich erstaunlich. Übrigens verliere ich hier total mein Zeitgefühl. Hier haben die Läden nicht von 8-18 Uhr auf, nein, hier kommen die meisten Menschen erst gegen Spätnachmittag oder Abend aus dem Haus. Bis spät Abends ist hier noch Aktion auf den Straßen.
Sonntag:
relativ zeitig klingelte mich mein Handy aus dem Schlaf. Heute sollte es zum berühmten Flohmarkt El Rastro gehen. Ich hatte mich auf diesen Markt schon gefreut, denn ich suchte noch für meinen Geburstag eine Ledertasche. Ich hatte extra meinen Eltern Bescheid gegeben, dass ich lieber noch einmal dort nachsehen möchte. Ich wurde auch schnell fündig und freue mich jetzt noch mehr auf meinen Geburtstag, denn dann gehört sie ja endlich wirklich mir.
wie ihr auf den Bildern sehen könnt war schon am Anfang sehr viel los. Einige Stände waren noch beim Aufbau aber der Andrang war bereits groß. Gut für die Verkäufer und schlecht für die Besucher. Denn je mehr Leute kamen umso enger und ungemütlicher wurde es. Ich rate also Jedem der dort einmal rüber möchte sehr früh da zu sein. Man bekommt auf dem Markt wirklich alles. Schmuck, Kleidung, Lederwaren und vieles mehr. Wenn man sich alles ein wenig ansehen möchte sollte man mehr Zeit einplanen. Wer eher zu den Bummlern gehört die nur kurz schauen, dann kommt man zügig über den Markt. Mein Blick blieb diesmal eigentlich nur an einem Schmuckstück hängen, welches ich mir auch direkt zulegte und den Lederwaren. Es war nicht einfach sich für eine schöne Tasche zu entscheiden, denn viele sahen gut aus und waren hochwertig. Nachdem ich mich aber doch relativ schnell entschieden hatte wurde mein Band an der Tasche noch neu gelocht, da es zu lang war und dann konnte ich das gute Stück schon mitnehmen. Ich zeige euch sie gerne, wenn ich sie dann an meinem Geburtstag wieder in den Händen halte.
Nach dem Markt gingen Marina und ich noch einmal in die Stadt um noch ein paar Dinge einzukaufen. Es ist nicht so einfach, wenn man zu viele schöne Kleidungsstückes sieht. Umso schwerer fällt einem die Entscheidung. Wir genossen die Sonne bei einem leckeren kühlen Getränk und kleinen Snacks mitten in der Stadt in einem gemütlichen Café. Einen Tisch zu bekommen erfordert allerdings ein wenig Geduld und guten Beobachtungen, denn es ist doch immer sehr voll und alle möchten gerne draußen in der Sonne sitzen. Nachdem wir uns aber einen tollen Platz ergattert hatten konnten wir uns ein wenig ausruhen und den Tag ausklingen lassen.
Montag:
Seit ich im Park saß und das meiste hier am Bericht geschrieben habe verging wieder einige Zeit in der natürlich auch einiges wieder passiert ist. Ich hab mich im Park ganze 4 Mal umgesetzt. Beim ersten Mal war es wegen den Männern die mir eindeutig zu nah kamen. Gut sie saßen "nur" hinter mir aber im Augenwinkel haben sie sich eben immer ein Stückchen weiter zu mir gesetzt und ich hab es nicht so gerne wenn man mir auf die Pelle rückt. Bei den anderen Male hat es entweder mit dem Licht nicht gepasst, weil ich dann kaum noch etwas auf dem Laptop gesehen habe oder ich saß einfach komisch. Dafür konnte ich noch ein paar Bilder für euch vom Park machen um euch einen kleinen ersten Eindruck zu verschaffen.
Bevor ich überhaupt im Park war lief ich die Straße bei meinem Hostel hoch. Man kann so viel entdecken, wenn man einfach nur ein paar Straßen hoch läuft und sich nicht immer nur von einem Reiseführer oder Karten führen lässt. Einfach loslaufen und sehen wo man rauskommt. Ich werde es morgen genauso machen und wieder einfach in einem Stadtviertel herumlaufen und sehen was ich entdecke und was mir so über den Weg läuft.
Nachdem ich im Park für euch das meiste geschrieben habe traf ich mich noch mit Marina um ein wenig zu reden und den Abend ausklingen zu lassen. :) Morgen und Übermorgen werde ich alleine unterwegs sein, da sie zur Uni muss. Aber ich habe mir schon ungefähr die Stadtviertel rausgesucht die ich sehen möchte und schau mal was da morgen bei heraus kommt. Ich halte euch auf dem Laufenden.
Ps: Für Rechtschreibfehler übernehme ich keine Garantie. Kann einmal vorkommen. Falls ihr was findet sagt mir doch einfach Bescheid ;)




























Der Bericht gefällt mir gut. :-) Hast Du dort hohe Schuhe an oder sind das nicht Deine Beine? :-D
AntwortenLöschenDas freut mich zu hören & sogar mal Kommentare zu bekommen freut mich riesig. :D Das sind Boots. Ich hatte keine Lust mehr in meinen Sandalen zu laufen und die sind luftiger und bequemer als sie aussehen. :)
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